KATASTROPHE in der Stadt – Vergangenen Donnerstag sind vermummte Gestalten in das städtische Gefängnis eingebrochen und haben drei Häftlingen zur Flucht verholfen.
Stellen Sie sich vor: Es ist mitten in der Nacht, sie schieben als diensthabender Angestellter eine anstrengende Schicht auf der Polizeiwache, die von Verlusten in Candy Crush geprägt ist. Plötzlich betreten drei sonderbare Gestalten den Raum, überwältigen Sie und befreien die vorübergehend festgenommenen Häftlinge aus ihren Zellen.
Ähnliches ist Hans H. (Name nicht einmal der Redaktion bekannt) am letzten Donnerstag passiert.
Aufgrund einer spontanen Stürmung eines Drogenlabors in Dübelfingen, war für die Besetzung der Wache nur Hans H., seines Zeichens AZUBI im letzten Ausbildungsjahr, verfügbar. Dies sollte voraussichtlich kein Problem darstellen, der Notruf wurde auf das Diensthandy des Einsatzleiters in Dübelfingen umgeleitet und von den kurzfristig auf der Polizeiwache festgehaltenen Häftlingen schien keine Gefahr auszugehen.
Doch es sollte nicht lange so ruhig bleiben: Kurz nach Schichtbeginn betrat eine (Zitat) "Geile Anime-Titten-Japan-Frau" die Wache. Sie gab an, ihr Büstenhalter sei entwendet worden und sie brauche deswegen polizeiliche Hilfe. Pflichtbewusst wollte sich H. den Tatort, an dem das Diebesgut entwendet wurde, begutachten, dachte sich noch "Warum hat die eine Maske auf?", als eine weitere Person durch die Tür trat. Diese war männlich, äußerst unattraktiv und hatte schwarze Farbe im Gesicht. Ob es sich dabei um eine rassistische Kostümierung handelte, ist derzeit noch unklar. Klar war für H. jedoch, dass von ihr eine Gefahr ausging.
Irgendwas an diesem Gesicht sagte mir: Der ist kriminell!
H. ließ sich nicht beirren, zog seine Schlüsse, wahrscheinlich war die attraktive Frau mit dem hässlichen Typen liiert (würg), und seine Dienstwaffe. Zumindest, wenn er eine besessen hätte. Laut Angaben des AZUBI hätte er diese einem Freund ausgeliehen, der sie aber bestimmt nicht im Kontext rechtsextremer Zwecke verwenden würde.
Aufgrund fehlender Alternativen beschloss H. den Rückzug anzutreten, als ihm zusätzlich ein Kind (ebenfalls vermummt) mit Schlägen eines Elefanten drohte, wenn H. ihm nicht sofort ein Eis aushändigen würde.
Wie der Redaktion vorliegende Überwachungsaufnahmen aus der Polizeistation beweisen, haben sich die Täter in den sich im Keller befindenden Zelltrakt begeben, wo sie lauthals den Namen "Bettina" schrien. Die einzigen Insassen Jürgen W., Kurt M. und Werner H., haben sich allesamt als "Bettina" zu erkennen gegeben und wurden darauf von dem Trio aus der Wache eskortiert. Leider geben die Überwachungsaufnahmen keinen Aufschluss darüber, wie es den Einbrechern gelungen ist, sich Zugang zu den verschlossenen Zellen zu verschaffen. Eine Möglichkeit wäre eine komplizierte Schlösserknackmethode in die unter anderem der Vorbau der beteiligten Frau involviert gewesen wäre, wie Hans H. sachkundig erklärt.
Der Polizei-AZUBI musste seine Lehrstelle aufgeben, durch den Vorfall hätte er aber sowieso ein ganz neues Interessengebiet entdeckt und würde jetzt die Ausbildung als Sicherheitsfachmann in einem Laufhaus absolvieren.
Die Motive sind derzeit noch unklar. Auf Nachfrage des Blitz Kuriers erklärt der Polizeisprecher K. Kiskimer. (tatsächlich der echte Name) aufgrund welcher Tatbestände die ehemaligen Insassen vorläufig, bis zum Gerichtsprozess verwahrt waren: Jürgen W. wegen öffentlichem Masturbieren, Kurt M. wegen Fahrradfahren ohne Helm und Einbruch in einen Einzelhandel und Werner H. aufgrund Amtsbeleidigung durch unfreundliche Bedienung vom K. Kiskmer, als dieser am Morgen davor den örtlichen Barista aufsuchte
Ich hatte mit Mandelmilch bestellt und was bringt mir dieser Abschaum? Soja! Hatten sie schon mal Sojamilch? Für so etwas sollte es lebenslänglich geben!
In welchem Verhältnis die Einbrecher zu den anderen Kriminellen stehen, ist ebenfalls unklar. Derzeit befinden sich alle auf freiem Fuss. Der Bevölkerung wird geraten, keine erotischen Bilder, Fahrräder, Schaufenster oder Latte macchiatos unbeaufsichtigt zu lassen.
Um alle Hinweise ist der Blitz Kurier (und die Polizei) dankbar.
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